#1 Veggie ernähren und leben

Warum vegetarisch ernähren und leben? Was ist der Klima-Hintergrund

Die folgenden Argumente aus dem Genuss-N!-Kochbüchle des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg beschreiben einige zentralen Zusammenhänge, warum veggie essen und leben so wichtig für das Klima ist:

Bei den Treibhausgasemissionen, die auf das Konto unserer Ernährung gehen, unterscheiden wir zwischen direkten und indirekten Emissionen. Direkte Emissionen entstehen beim Anbau, Ernte, Transport, Lagerung und Weiterverarbeitung zu Nahrungsmitteln; indirekte durch Landnutzungsänderungen. Zum Beispiel bei der Umwandlung von Grünland und Ackerland oder tropischen Regenwäldern und Weide- oder Ackerland.

 

Fleisch frisst Fläche

Unser Ernährungsstil hängt direkt mit dem Verbrauch von Flächen zusammen. Vor allem der ungezügelte Appetit auf Fleisch hat einen hohen Flächenverbrauch zur Folge. Nahezu 70% der für Ernährungszwecke kultivierten Fläche dient zur Herstellung von Futter für Tiere, die nachher in unseren Mägen landen. Ähnlich sieht es mit den Treibhausgasen aus: 72% der CO2-Äquivalente, die sich auf unsere Ernährung rückführen lassen, entfallen auf tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milchprodukte.

 

Platz da – hier kommt der Burger

Hamburger, Bratwurst und Schweinebraten – des Deutschen Lieblingsgerichte haben einen beträchtlichen Platzbedarf. Allein für das Fleisch eines einzigen Hamburgers werden eine Fläche von 3,3m² benötigt und 2,11 kg CO2-Äquivalente an die Umwelt abgegeben.

 

Welchen Ernährungsstil erträgt unsere Erde?

Wer weniger Fleisch isst, sich nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) richtet und darauf achtet, keine Lebensmittel zu vergeuden, kann seinen ökologischen Fußabdruck um einiges verkleinern. Die Forscher des World Wide Fund for Nature (WWF) gehen noch weiter: Wenn unsere Erde auch noch 2050 alle ihre Bewohner ernähren soll, wäre eine Reduktion des Fleischkonsums auf 350g pro Woche geboten. Das würde den Flächenverbrauch um 15% und die Treibhausgasemissionen um 30% senken.

 

Die Challenge:

Einen Monat ohne Fleischkonsum? Einen Monat rein pflanzlich ernähren? Du bestimmst die Rahmenbedingungen. Am 1. Juni bei der Auftaktveranstaltung erhältst du viele Tipps und Tricks und findest eine Gruppe, die mit dir die Challenge gemeinsam mitmacht.